"Beeindruckendes Schulungszentrum"

Ute Vogt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, stattete dem Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) in Hambrücken einen Besuch ab
Zukunft der Heimtierhaltung und Tierimport im Fokus

Text und Bilder: BNA / Hans-Joachim Of

 
Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V. (BNA) wirbt seit Anbeginn mit dem Slogan "Biotope schützen, Natur bewahren, Arten erhalten". Das moderne BNA-Schulungszentrum in Hambrücken mit seinen vorbildlichen Tieranschauungsräumen ist einzigartig in Deutschland, ja in Europa.
Nachdem vor kurzer Zeit CDU-Landtagsfraktionsvorsitzender Peter Hauk und CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Thomas Gebhard den BNA besuchten, stattete jetzt Ute Vogt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, der Einrichtung einen Besuch ab. Nach Schwarz jetzt also Rot.
 
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Ute Vogt bei ihrer Rede
 
Die in Heidelberg geborene und in Wiesloch aufgewachsene, 49-jährige, Politikerin nahm auf Einladung der BNA-Führungsspitze um Präsident Walter Grau an einem inhaltlich hochinteressanten Fachgespräch mit weiteren kompetenten Teilnehmern aus Tierschutz, Haltern, dem Zoofachhandel und der Heimtierindustrie, das unter dem Motto "Miteinander reden stand", teil. Die in Pforzheim lebende Ute Vogt steht nach der Rückkehr auf die politische Bühne immer mehr im Fokus der Medienöffentlichkeit.
Der aus Köln angereiste BNA-Präsident eingangs: "Wir möchten jetzt und zukünftig einen fruchtbaren Dialog eingehen, Meinungen und Informationen austauschen". Die im Koalitionsvertrag stehende SPD-Forderung nach einem generellen, nationalen Importverbot für Wildtiere und dessen Folgen für die Heimtierhaltung hatte zuletzt nicht nur beim BNA für Irritation gesorgt. "Wir sind am Anfang eines Prozesses, wobei ich der Meinung bin, dass man exotische Tierhaltung nicht verbieten, sondern in entsprechende Bahnen lenken sollte", sagte die in Berlin für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Ernährung zuständige, studierte Juristin und Verwaltungswissenschaftlerin.

 

 
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Von links: Walter Grau (BNA-Präsident), Ute Vogt, Walter Heiler, Lorenz Haut
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Ute Vogt, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, im BNA-Schulungsraum bei der Vorstellung der Position ihrer Partei
     
 
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Ute Vogt bei ihrer Rede
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Ute Vogt bei ihrer Rede

 

"Wir sind an einem sachlichen Dialog interessiert." Vogt nannte Schwerpunkte wie Tierschutz als Staatsziel, Fachkunde oder Schaffung von Rahmenbedingungen, die es jetzt anzugehen gelte, wobei zunächst Fachgespräche auf Bundesebene geführt würden. Nach Ablauf der Legislaturperiode sollte eine für alle Beteiligten vernünftige Regelung gefunden sein, betonte die bis zum Jahre 2005 als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium des Inneren tätige Ute Vogt.
Zuvor hatte BNA-Geschäftsführer Lorenz Haut die Zukunft der Heimtierhaltung aus Sicht des BNA erläutert und die Themengebiete Sach- und Fachkunde nach § 11 des Tierschutzgesetzes, Tierschutz macht Schule, Qualitätsmanagement und Artenschutzbürokratie beleuchtet. "Unser aller Ziel sollte eine praxisorientierte Umsetzung und Entbürokratisierung sein", so Haut in seinem leidenschaftlichen Plädoyer. Menschen für den Tierschutz begeistern und mitnehmen, ist eines seiner großen Anliegen, denn "nur was ich kenne, schütze ich".

 

 
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Blick in den gut gefüllten Schulungsraum
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Von links: Ute Vogt, Walter Heiler
     
 
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Die Vorträge wurden mit großem Interesse verfolgt
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Die Veranstaltung war außerordentlich gut besucht

 

Kurzreferate von Diplom-Biologe Heiko Blessin, JBL/Neuhofen (Bewusstseinsförderung für den Tierschutz), Zierfischimporteur Bernd Schmölzing (EFS) und Jürgen Hoch (Import/Export, Waldshut) waren ebenso Bestandteil des Fachgesprächs wie ein ausführlicher Rundgang durch das großräumige Schulungszentrum mit Volieren, Gehegen, Aquarien und Terrarien.

 

 
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Heiko Blessin
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Bernd Schmölzing

 

   
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Jürgen Hoch
 

 

 
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Präsentation der Tierhäuser
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Präsentation der Tierhäuser

 

   
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Ute Vogt mit einem Tausenfüßler
 

 

Ute Vogt zeigte sich sehr beeindruckt, gerade auch was den außerschulischen Lernort Hambrücken (Tierschutz macht Schule) mit den angebotenen Praxiseinheiten anbetrifft, sowie von den hier tätigen Menschen, die sich mit viel Herzblut, Leidenschaft, Sach- und Fachverstand sowie hoher Kompetenz für den Tier- und Artenschutz einsetzten.
Auch SPD-Landtagsabgeordneter Walter Heiler, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Waghäusel, hatte zu Beginn ein Grußwort gesprochen, wolle sich für die Ziele des BNA nicht nur ideell, sondern auch was die Finanzen anbetrifft, einbringen. Neben BNA-Vizepräsidentin Dr. Gisela von Hegel (Karlsruher Zoodirektorin) hatte unter anderem auch Naturschutzwart Herbert Geitner aus Bad Schönborn, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer, Norbert Holthenrich, Präsident Zoologischer Fachbetriebe, sowie Hambrückens Bürgermeister-Stellvertreter Ludwig Oehlbach an der Gesprächsrunde teilgenommen.
"Wir bleiben im Dialog", hieß es am Ende einer lebhafte Diskussionsrunde. Ute Vogt, die sich eifrig Notizen machte, lachend: Die Kunst der Politik besteht darin, alle anzuhören und mit jedem zu diskutieren. Nach der Regierungsbildung hätten die Fraktionen in Berlin jetzt Tierschutzbeauftragte benannt und seien dabei, sich in die Thematik einzuarbeiten. Vogt (Das mit dem Fachkundenachweis für den Zoofachhandel hat mir sehr gut gefallen, ebenso der praktische Schulunterricht) merkte am Ende des dreistündigen Besuches an: "Ich war zwar zum ersten, doch hoffentlich nicht das letzte Mal, beim BNA in Hambrücken".

 

   
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Von links: Walter Heiler, Ute Vogt, Lorenz Haut, Dr. Gisela von Hegel, Walter Grau
 
     
   
  Bild 17:
Von links: Ludwig Oehlbach (Bürgermeister-Stellvertreter, Hambrücken), Walter Heiler, Ute Vogt, Lorenz Haut, Dr. Gisela von Schlegel (BNA-Vizepräsidentin), Walter Grau
 

 

Bild 18:
Einladung zur Veranstaltung, Seite 1
 
Bild 19:
Einladung zur Veranstaltung, Seite 2
 
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