Thomas Strobl - stellvertretender Bundesvorsitzender und baden-württembergischer Landesvorsitzender der CDU - besucht das BNA-Schulungszentrum


 

Am 8. November besuchte der stellvertretende Bundesvorsitzende und baden-württembergische Landesvorsitzende der CDU, Thomas Strobl (MdB), gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Landesfachausschusses für Umwelt und Energie der CDU Baden-Württemberg, Olav Gutting, das Schulungszentrum des Bundesverbands für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V. (BNA) in Hambrücken.

 

Thomas Strobl zeigte sich bei seinem mehrstündigen Aufenthalt von den vielfältigen Angeboten des BNA beeindruckt. Nach der Begrüßung durch BNA-Präsident Walter Grau lernte Strobl im Rahmen einer Führung die modernen Tierhäuser kennen. Besonders interessiert zeigte sich Strobl an den Fortschritten in der Haltung von Wildtieren in den letzten Jahrzehnten. Selbst Arten, die noch vor wenigen Jahren als unhaltbar galten, werden inzwischen von engagierten Tierhaltern erfolgreich gepflegt und nachgezüchtet.

 

 

Nach dem Rundgang fand ein Fachgespräch über Tier- und Artenschutzstatt, an dem auch hochkarätige Fachleute wie die beiden BNA-Vizepräsidenten Frau Dr. Gisela von Hegel und Kurt Landes, Dr. Matthias Reinschmidt (Zoologischer Direktor des Loro Parque auf Teneriffa), Herbert Geitner (Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer), Michael Lautenschläger (Präsident des Verbands gemeinnütziger Vogel- und Tierparks) sowie der Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF), Norbert Holthenrich, gemeinsam mit ZZF-Vizepräsidentin Ute Klein teilnahmen.

 

BNA-Geschäftsführer Lorenz Haut gab einen Überblick über die Geschichte des BNA sowie die vorrangigen Probleme im Bereich des Artenschutzvollzugs. Obwohl auch der Bedarf an den beliebten Griechischen Landschildkröten seit vielen Jahren über Nachzuchten gedeckt wird und illegale Naturentnahmen finanziell nicht interessant wären, muss dennoch jedes gehaltene Exemplar aufwändig gekennzeichnet und der zuständigen Behörde jährlich gemeldet werden - allein in Baden-Württemberg entstehen den vier Regierungspräsidien dabei jährlich Kosten in Höhe von 600.000 Euro. Haut setzte sich im Dialog mit Thomas Strobl vehement für eine Abschaffung dieses Behördenwahnsinns ein. BNA-Vizepräsidentin Dr. Gisela v. Hegel knüpfte an die Thematik an und verdeutlichte die Arbeit der Zoos im Spannungsfeld zwischen Arten- und Tierschutz anlässlich des Anfang des Jahres überarbeiteten Zootiergutachtens. Olav Gutting bekräftigte in seiner Funktion als CDU-Landesfachausschuss-Vorsitzender in Baden-Württemberg die hohe Bedeutung der Zoos für die Umweltbildung und spannte den Bogen zur Fort- und Weiterbildungsarbeit des BNA.

 

 

 

BNA-Biologe Michael Schmid stellte dann das bundesweit einmalige BNA-Sachkundekonzept für den Zoofachhandel im Detail vor und konnte darauf verweisen, dass seit 2003 bereits über 400 Seminare mit fast 5000 Teilnehmern in Hambrücken durchgeführt wurden - ein wertvoller Beitrag zur Beratungsqualität im Zoofachhandel. Das BNA-Schulprojekt für praktischen, tiergestützten Biologieunterricht liegt allen Beteiligten besonders am Herzen. Leider fand die derzeitige grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg zwar viele Lobesworte für das Tierschutzbildungskonzept des BNA, aber an eine Finanzierung hat sich die Landesregierung bisher nicht beteiligen können, weil die Kassen leer sind.

 

Bleibt zu hoffen, dass sich Strobl nach den Landtagsahlen in Baden-Württemberg im übernächsten Jahr positiv an seinen Besuch beim BNA erinnert.
Die Vorzeichen stehen gut: Noch Tage später beschrieb Thomas Strobl seine Eindrücke in einem Facebook-Eintrag: Beim Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) im Hambrücken mit meinem Kollegen Olav Gutting: Der Geschäftsführer Lorenz Haut und sein engagiertes Team bringen uns ihre Anliegen überzeugend und sehr anschaulich nahe. Ob in Wildparks, im Zoo oder Zuhause: Tiere müssen artgerecht gehalten werden! Wie das geht, erklärt der BNA zum Beispiel auch in Schulen. Dabei will ich den Verband gerne unterstützen.