Hier in Hambrücken geschieht bundesweit Hervorragendes


 

Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e.V. (BNA) wirbt seit Anbeginn mit dem Slogan Biotope schützen, Natur bewahren, Arten erhalten. Das BNA-Schulungszentrum in Hambrücken mit seinen vorbildlichen Tieranschauungsräumem ist einzigartig in Europa.
Jetzt stattete der baden-württembergische CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Hauk, MdL, der Einrichtung einen Besuch ab.

 

Der 53-jährige gebürtige Walldürner und studierte Diplom-Forstwirt zeigte sich sehr beeindruckt von den Räumlichkeiten und den Menschen um BNA-Geschäftsführer Lorenz Haut, die sich mit viel Herzblut, Leidenschaft, Sach- und Fachverstand sowie hoher Kompetenz für den Tier- und Artenschutz einsetzen. Hier geschieht bundesweit Hervorragendes lobte der Politiker am Ende seines gut dreistündigen Aufenthalts in Hambrücken.

 

Eingangs und nach einem ausführlichen Rundgang durch Schulungsräume, Voliere und Gehege, hatte der aus Köln angereiste BNA-Präsident Walter Grau die Gäste, darunter Bürgermeisterstellvertreter Ludwig Oehlbach aus Hambrücken und Herbert Geitner, Bundesgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer e. V. (VDW) wie auch Naturschutzwart aus Bad Schönborn, begrüßt und willkommen geheißen.

 

Diplom-Biologe Jürgen Hirt stellte in der Folge das BNA-Modell mit Schulungskonzept der Sachkunde nach § 11 des Tierschutzgesetzes, Wissensvermittlung und Prüfung vor, informierte in einer Präsentation über die verschiedenen Seminarangebote mit Fach- und Ausbildungsbetreuung für den Zoofachhandel bis hin zur Fortbildung für Amtsveterinäre. In den vergangenen 10 Jahren seien in Hambrücken rund 4 000 Mitarbeiter aus dem Zoofachhandel geschult worden, betonte Hirt. Etwa 3 000 Schulkinder besuchen pro Jahr den Biologieunterricht beim BNA. Der außerschulische Lernort und das BNA-Schulprojekt mit dem - im Wortsinn - begreifbaren Unterricht nehme breiten Raum ein, werde bestens angenommen, hieß es. Symbolisch führte Hirt ein chinesisches Sprichwort an, wo es heißt: Sagst du es mir, vergesse ich es. Zeigst du es mir, merke ich es mir vielleicht. Lässt du mich teilnehmen, so verstehe ich es.

 

 

 

Im Anschluss referierte BNA-Vizepräsidentin Dr. Gisela von Hegel, Direktorin am Zoologischen Garten in Karlsruhe. Sie forderte die Aufnahme des Tierschutzes in die Unterrichtseinheiten der Schulen so wie es im Grundgesetz steht. Dort heißt es: Der Staat schützt auch in der Verantwortung für künftige Generationen alle Tiere.

 

Auch BNA-Geschäftsführer Lorenz Haut, der einmal mehr die Artenschutzbürokratie anprangerte, forderte in seinem Referat eine politische Absicherung der Heimtier- und Wildtierhaltung. Wir brauchen keine Verbote. Wir brauchen bessere Regelungen. In der Vergangenheit hatte man bereits bei einem mehrtägigen BNA-Symposium Tierhalter, Politiker und renommierte Experten aus ganz Deutschland an einen Tisch gebracht, die Thematik diskutiert und nach Lösungswegen gesucht.

 

Haut betonte, dass sich bisher weder Land noch Bund finanziell am BNA, der im Bereich des Artenschutzes auch hoheitliche Aufgaben wahrnimmt, beteiligt hätten. Lediglich durch die Förderung der Dietmar-Hopp-Stiftung könne man sich über Wasser halten. Nicht zuletzt dieser Situation geschuldet, bat BNA-Präsident Walter Grau den Politiker jetzt um Unterstützung, um langfristig mit guter Strategie eine Basis mit der alle leben können zu finden.

 

Peter Hauk, der die Heimtierhaltung in der heutigen Zeit für zwingend notwendig erachtet und Hambrücken mit einem, so wörtlich, vorbildlichen Eindruck und viel Information, verließ, sagte der BNA-Führungsspitze eine wohlwollende Prüfung aller Forderungen zu. In der Vorbereitung zum nächsten Doppelhaushalt 2015/16 soll das Thema Kostenbeteiligung BNA enthalten sein, so Peter Hauk abschließend.